Seniorenvertretungen tagen in der Landessportschule

Autor/in: Peter Lahann

Jahresseminar zum Leben im ländlichen Raum – Eröffnung durch Alexandra Graul

Bad Blankenburg.  "Gut leben im ländlichen Raum. Daseinsvorsorge, Mobilität und konkrete Ansätze für die Praxis" lautet das Thema des Jahresseminars des Landesseniorenrates Thüringen, das vom 3. bis zum 5. November in der Landessportschule in Bad Blankenburg stattfindet. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit rund 130 Seniorenvertreterinnen und -vertretern durch Alexandra Graul, Vorstandsvorsitzende der Landesseniorenvertretung.

Landrat Marko Wolfram verwies in einem Grußwort darauf, dass sich der Landkreis genau diesen Themen stelle. Die Umsetzung des Rufbus-Angebotes Kombus-Flex, Neubaupläne für die Thüringen-Kliniken, das Modellprojekt Agathe gegen Einsamkeit im Alter sowie der Neubau eines Gefahrenabwehrzentrums seien konkrete Projekte, damit man auch in Zukunft im Landkreis gut leben könne. „Wir sehen im Landkreis nicht nur die Herausforderungen, wir arbeiten an Lösungen“, sagte Wolfram.

Marcus Malsch, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum warb bei den Veranstaltungsteilnehmenden dafür, sich als Mutmacher zu engagieren. In seinem Impulsvortrag ging es darum, wie die Menschen auch in Zukunft selbstbestimmt in den Städten und Dörfern leben können. Malsch kündigte Dorfimpulsprozesse an, die im kommenden Jahr starten sollen. In diesen Prozessen sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengebracht, Ideen entwickelt und die Eigenverantwortung gestärkt werden. „Wir müssen die Mutmacher stärken“, warb Malsch. Mitmachen statt miesmachen sei der Weg nach vorne.

Der Staatssekretär plädierte außerdem dafür, regionale Erzeuger und Produkte zu stärken. Zum Erhalt der Landwirtschaft, der Ernährungssicherheit und der Pflege der Kulturlandschaft müssten gemeinsame Wertschöpfungsketten aufgebaut werden. So würden heimische Produzenten gestärkt und wertgeschätzt. Zudem kämpfe Thüringen derzeit in Brüssel darum, EU-Mittel für den ländlichen Raum zu erhalten. Diese seien unerlässlich, um das erreichte Niveau zu sichern und den Anschluss an andere Regionen zu halten.

Auf dem umfangreichen weiteren Tagungsprogramm stand am Dienstagnachmittag vor allem die Mobilität im ländlichen Raum im Mittelpunkt. Am Mittwoch lag der Seminarschwerpunkt bei Leerstand und Umnutzung von alten Gebäuden, Wegen zu altersfreundlichen Kommunen, Teilhabefragen sowie Versorgungsfragen.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt