Landrat übergibt 20.000 Euro für neue Medien an die Bibliotheken Saalfeld und Rudolstadt

Viel Neues vor Ort: eine moderne Zweigstelle für Gorndorf, ein Lesecafé, das „Büchermobil“ uvm.

Saalfeld. Je einen Fördermittelbescheid in Höhe von 10.000 Euro übergab Landrat Marko Wolfram kürzlich an die beiden Bürgermeister der Städte Saalfeld und Rudolstadt, Dr. Steffen Kania und Jörg Reichl, sowie deren Bibliotheksleiterinnen Hanna Roth und Dr. Annelie Carslake. Der Gesamtbetrag setzt sich aus 11.500 Euro Kreismitteln und 8.500 Euro von der Landesfachstelle für Bibliotheken in Thüringen zusammen. Die Mittel sind für den Ankauf neuer Medien wie Bücher, Spiele, Tonies o.ä. bestimmt.

„Unsere Bibliotheken sind längst nicht mehr nur Orte voller Bücher, sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Bildungs- und Kulturlandschaft und Herzstück des gesellschaftlichen Miteinanders“, sagte Landrat Marko Wolfram und bedankte sich herzlich für das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber nicht nur dafür: „Diese Förderung unterstützt den Austausch der Bestände mit unseren kleinen Büchereien in Schmiedefeld, Bad Blankenburg und Uhlstädt-Kirchhasel. Auch dank engagierter ehrenamtlicher Helfer vor Ort, ist hier ein vielseitiges Angebot für alle möglich“, so Wolfram.

Im gemeinsamen Gespräch mit dem Landrat berichteten sowohl Roth als auch Carslake über die zunehmende Bedeutung der Bibliotheken als Veranstaltungsorte: „Viele unserer Angebote sind ausgebucht, auch der Zulauf von Grundschulen außerhalb des Stadtgebietes ist überraschend groß“, freut sich Hanna Roth. Um es für die Leserinnen und Leser noch einladender zu machen, ist neben einer neuen Ausleihtheke auch die Eröffnung eines Lesecafés geplant, berichtet die Saalfelder Bibliothekschefin. Neuigkeiten gibt es auch aus der Zweigstelle in Gorndorf: diese soll in den geplanten Neubau der Grundschule „Am Roten Berg“ integriert werden – eine ganz besondere Aufwertung, findet Bürgermeister Dr. Steffen Kania.

Auch in Rudolstadts denkmalgeschützter Bibliothek am Schulplatz nimmt die Bedeutung des „Beisammenseins“, laut Leiterin Dr. Annelie Carslake, immer mehr Raum ein. Neben den beliebten Veranstaltungsangeboten kommt auch der Lesegarten, der als grüne Oase auch mal für die Mittagspause genutzt wird, besonders gut an. „Die Leseförderung ist für uns immer noch das Wichtigste“ betont Carslake und freut sich über ein gewachsenes Einzugsgebiet, das über Uhlstädt-Kirchhasel mittlerweile bis nach Kahla und Orlamünde reicht. Dank mehrerer Kooperationen, u.a. mit dem Lesezeichen e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung, kann man immer wieder hochkarätige Vorträge, Lesungen o.ä. kostenfrei anbieten. Um auch ältere oder eingeschränkte Menschen mit Lesestoff versorgen zu können, bietet die Bibliothek auch ein „Büchermobil“ an, das die Medien innerhalb des Stadtgebietes zu den Lesern nach Hause bringt. Baulich steht die Dachsanierung auf der Agenda, ergänzt Bürgermeister Jörg Reichl, der auch die Installation einer Solaranlage geplant hat.

Carolin Schreiber

Presse- und Kulturamt