Staatssekretär besucht Wagner und Apel in Lippelsdorf

Autor/in: Peter Lahann

Mario Suckert folgt Einladung in Traditionsunternehmen

Lippelsdorf. Am Dienstag, 16. Juni, besuchte Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert gemeinsam mit Landtagsmitglied Maik Kowalleck, Landrat Marko Wolfram und Bürgermeister Marcel Kuhnen die traditionsreiche Porzellanmanufaktur Wagner und Apel in Lippelsdorf. Geschäftsführerin Marika Rosenbusch und Modelleurin Regina Kästner – die Schwestern sind Nachfahrinnen des Gründers Bernhard Apel - führten unterhaltsam und kenntnisreich durch das Unternehmen mit einem Blick hinter die Kulissen und durch das Technische Schaudenkmal.

„Unsere 3.300 Modelle sind der Schatz des Unternehmens“, erklärte Regina Kästner zu Beginn der Führung. In Handarbeit entstehen kunstvolle Tierplastiken, originelle Dekorationsartikel oder individuell gestaltete Becher. Unter anderem werden in Lippelsdorf Porzellanschwäne für Schloss Neuschwanstein hergestellt. Gerade dort legen die vielen asiatischen Touristen Wert auf Qualität „Made in Germany“. Die Produktion der kleinen Kunstwerke ist aufwendig und kompliziert. Das Auftragen der Farbpartikel auf einen Papagei etwa, erfordert viel Erfahrung und präzises Arbeiten.

Wagner und Apel ist eins der wenigen Porzellanunternehmen, die bis heute überlebt haben. Waren früher bis zu 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Lippelsdorf beschäftigt, sind es heute weniger als zehn. Der Rundgang durch das Schaudenkmal mit seinen alten Brennöfen und der Dampfmaschine von 1937 wirkt da wie eine kleine Zeitreise. Bis 1991 waren die alten Öfen in Betrieb, erklärt Marika Rosenbusch. Die Plastiken wurden in Schamotte-Kapseln zu Türmen gestapelt. War der Ofen voll, wurde er mit Türsteinen zugemauert und dann über sechs Brennstellen auf 1.300 Grad Celsius erhitzt.

Marika Rosenbusch und ihre Schwester Regina Kästner sind mit dieser Geschichte aufgewachsen. Der Vater leitete über 60 Jahre den Betrieb, die Mutter war als Exportspezialistin ebenfalls dort tätig. So erbten beide das Porzellan im Blut, um den Betrieb bis heute weiterzuführen. Trotz der Leidenschaft ist das kein einfaches Geschäft, weshalb die beiden den Wirtschaftsstaatssekretär Mario Suckert nach Lippelsdorf eingeladen hatten. Das Ziel war, einerseits Suckert für das Unternehmen zu begeistern und andererseits nach Möglichkeiten zu suchen, wie es bei Marketing, Messepräsenz und der Nutzung des touristischen Potenzials unterstützt werden könne.

Ersteres gelang mühelos, für die anderen Themen wurde ein weiterer Besuch vereinbart. Zu dem will Suckert seinen Amtskollegen Markus Malsch, Staatssekretär für Tourismus im Wirtschaftsministerium mitbringen. Landtagsmitglied Maik Kowalleck, Bürgermeister Marcel Kuhnen und Landrat Marko Wolfram sagten ihre Unterstützung zu.

Peter Lahann,
Presse- und Kulturamt