Neue Drohne für die Feuerwehr Schmiedefeld
Einweisung und Schulung im Amt für Bevölkerungsschutz
Saalfeld. Im Rahmen einer Ersatzbeschaffung wurde der Stadt Saalfeld für die Freiwillige Feuerwehr Schmiedefeld am Montag, 15. Juni, eine neue Drohne zur Verfügung gestellt. Die Einweisung und der erste Flug fanden im Amt für Bevölkerungsschutz statt. Die Maßnahme wurde durch das Sachgebiet Information und Kommunikation-Technik, begleitet und umgesetzt. Bereits im Kalenderjahr 2025 wurden die notwendigen Investitionsmittel für das Haushaltsjahr 2026 vorgesehen. Mit der Genehmigung des Haushalts 2026 konnte mit der Beschaffung begonnen werden.
Die Ersatzbeschaffung wurde aufgrund von Verschleiß und nicht mehr verfügbaren Ersatzteilen an der bisher genutzten Drohne notwendig. Zusätzlich haben die Einsätze wie in Gösselsdorf gezeigt, dass die anderweitig vorhandene Technik ergänzt werden musste. Die Drohne wird wieder auf dem Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) des Landkreises, welcher am Standort der Freiwilligen Feuerwehr Schmiedefeld stationiert ist, verlastet und durch besonders geschulte und ausgebildete Kameradinnen und Kameraden eingesetzt und geflogen.
Die Investitionskosten beliefen sich mit Zubehör auf 10.600 Euro. Bei dem Gerät handelt es sich um eine DJI Matrice 4TD. Es ist bereits das zweite Gerät dieser Art im Landkreis, eine weitere baugleiche Drohne ist am Standort des DRK Saalfeld-Rudolstadt bei der Bergwacht Meuselbach stationiert. Zusätzlich gibt es eine dritte Drohne in der Freiwilligen Feuerwehr Lehesten, auf dem dortigen Einsatzleitwagen 1.
Die integrierte Wärmebildkamera der Drohne erlaubt die Suche von Brandherden und Glutnestern bei Gebäude- und Vegetationsbränden. Zudem ist die Drohne für Lageerkundungen und die Vermisstensuche nutzbar. Ein Laserentfernungsmesser und das verbaute LiDAR-System (Light Detection and Ranging System = optisches Fernerkundungsverfahren) ermöglichen im Rahmen der Lageerkundung umfangreiche Möglichkeiten für Flächenberechnungen (insbesondere bei Vegetationsbränden).
Das Gerät hat eine Flugzeit von 54 Minuten pro Akku, zum Lieferumfang gehören insgesamt fünf Akkus. Die Drohne ist zudem in der Lage bei Schlechtwetter wie Regen oder Schnee zu fliegen. Auch der Flug bei Nacht ist durch die Kameratechnik ohne Probleme möglich. Die Hinderniserkennung in alle Richtungen sorgt für einen sicheren Flug. Somit ist unter allen Bedingungen eine optimale und sichere Nutzung möglich. Weiterhin wurde ein Scheinwerfer sowie ein Lautsprecher für Warndurchsagen mit beschafft. Hierdurch werden die Drohnenfähigkeiten des Landkreises bei entsprechenden Einsatzlagen wesentlich verbessert und ergänzt.
Innerhalb der nächsten zwei Wochen werden sich die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Schmiedefeld intensiv am neuen Fluggerät schulen, so dass die Drohne zeitnah eingesetzt werden kann.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt