Sport im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Kreissportbund ist mit seinen Aktivitäten gut unterwegs

Kreissportbund und Kreissparkasse zum Jahresgespräch 2026 beim Landrat

Saalfeld. Der Vorsitzende des Kreissportbundes Saale/Schwarza e.V., Frank Persike, und seine Vorstandskollegen stellten am Dienstag, 26. Mai 2026, beim Jahresgespräch mit Landrat Marko Wolfram und dem Vorstand der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt die aktuelle Mitgliederstatistikvor. „Wir sind gut unterwegs“ – so die Kernaussage, die sich auf alle Bereiche des Sports im Landkreis bezieht. Das betrifft also die Mitgliederzahlen beim KSB, der Kreissportjugend und den Vereinen, der Zahl der Veranstaltungen, der steigenden Bedeutung von Ausbildung und Fortbildung der Übungsleiter oder der Zusammenarbeit mit dem Landessportbund.

„Mit der Landkreis-Förderung bei den Sportstätten und der Sparkassenförderung können wir die Kommunen und den Vereinssport gut unterstützen“, so der Landrat. „Insgesamt kommen dem Sport so Millionen Euro zugute.“ Besondere Bedeutung hat für die Sportler die Vereinsförderung. „Wir sind dem Landrat und der Kreissparkasse für die kontinuierliche Unterstützung sehr dankbar“, so Persike. In diesem Jahr wird die Kreissparkasse die Vereine im Kreissportbund erneut wie im Vorjahr mit 139.500 Euro fördern. „Wir unterstützen den Sport und die Menschen in der Region gerne nach unseren Möglichkeiten“, bekennt sich Vorstandsvorsitzender Martin Bayer. „Denn das ist eine Förderung, die bei den Menschen in der Region direkt ankommt.“ Und Beate Breuer, die Kreisjugendkoordinatorin, lobt diese Förderung der Sparkasse aufs Höchste. „Die Antragsstellung funktioniert sehr einfach. Darin steckt viel Vertrauen in die Arbeit der Sportvereine.“ Über die allgemeine Sportförderung hinaus, die die Vereine entsprechend ihrer Mitliederzahl und des Anteils an Jugendlichen erhalten, gibt die Kreissparkasse weitere Mittel für einzelne Projekte, so dass auch in diesem Jahr insgesamt mehr als 220.000 Euro aus den Gewinnen der Kreissparkasse direkt in den Sport vor Ort fließen können.

150 Vereine gibt es in diesem Jahr im Kreissportbund Saale/Schwarza mit 18.162 Mitgliedern, das sind 394 Menschen mehr als im Vorjahr, die im Verein Sport treiben. „Den Rückgang aus der Corona-Zeit haben wir wieder eingeholt und teilweise schon übertroffen“, freut sich Persike. Insbesondere bei den 15 bis 18jährigen gibt es eine stetig steigende Zahl an Sportlern, bei den 27 bis 50jährigen ist die Zahl stabil. Und einen Anstieg gibt es – nicht nur demographiebedingt – bei den über 70jährigen. Das ergänzt Daniel Böhm-Jostschulte, der Vorsitzende der Kreissportjugend: „Zum 1. Januar haben wir 7.465 junge Menschen unter 27 Jahren in den Vereinen und damit 271 mehr als im Vorjahr.“

Zu den positiven Schwergewichten des Sports gehört es, dass hier in den östlichen Bundesländern vor allem viele aktive Mitglieder sind. Interessant sind die Zahlen bei den großen Sportvereinen. Nach wie vor hat der SV 1883 Schwarza die meisten Mitglieder, aber der zweitgrößte Sportverein 1. SSV Saalfeld 92 nähert sich zunehmend an - mit 1785 Mitgliedern in Saalfeld sind es nur knapp 50 weniger als die 1832 in Rudolstadt-Schwarza. Weitere große Sportvereine sind der SV Stahl Unterwellenborn, der Fußballclub Saalfeld, der TSV Bad Blankenburg, der SV Turbine Hohenwarte und der TSV Zollhaus Kamsdorf.

Prägend für die Arbeit im KSB und KSJ sind die Veranstaltungen mit Kindergärten, Schulen oder wie vor kurzem der Sportaktivtag 50 Plus. „Unser Anspruch ist es, dass sich alle Teilnehmer wohlfühlen und dass wir das Niveau halten“, so Persike. „500 Kinder an einem Tag zu bewegen, das ist jedes Mal eine Herausforderung, die wir gern auf uns nehmen“, ergänzt Daniel Böhm-Jostschulte. Besonders stolz sind beide darauf, dass noch keine der großen Veranstaltungen, die im Lauf der Jahre eingeführt wurden, angefangen beim Mäusecup bis zum integrativen Sumsemann-Sportfest, wieder eingestellt werden musste. „Wir haben inzwischen durchschnittlich jeden Monat eine solche Veranstaltung“, betont Persike. Und nochmal ein Dank Richtung Sparkasse: „Ohne das Geld der Sparkasse gäbe es nicht die schönen Medaillen!“

Dankbar sind KSB und KSJ allen Helfern, aber auch den angehenden Erzieherinnen, Heilerziehungspflegern oder Ergotherapeuten der Erzieherfachschule in Saalfeld und der IKBM Mellenbach. Gerade mit diesen jungen Leuten sei so etwas wie das integrative Sumsemann-Sportfest erst möglich, bei dem man allen Kindern mit besonderem Förderbedarf Rechnung tragen will.

Früher gab es die Spartakiade, heute sind es die Kreisjugendspiele, die von der Sportjugend in Verbindung mit Grund und Regelschulen sowie den Sportvereinen in verschiedensten Sportarten ausgetragen werden. So wird es demnächst am 11. Juni die Jugendspiele in der Leichtathletik geben – und sogar Ski alpin ist im September angesagt: Dank der Mattenskipiste in Cursdorf im Tal der Weißen Schwarza ist auch Wintersport im Sommer möglich!

Martin Modes
Presse- und Kulturamt