Weltmarktführer bei speziellen Röntgenröhren
Entwicklung der Petrick GmbH beeindruckt Ministerpräsident und Landrat
Bad Blankenburg. Es ist eine Erfolgsgeschichte wie in einem amerikanischen Film: von der Firmengründung in der eigenen Garage hat sich die Petrick GmbH in Bad Blankenburg zu einem hochspezialisierten Industriebetrieb mit mehr als 50 Mitarbeitern entwickelt. Am Dienstag, 12. Mai, besuchten Ministerpräsident Mario Voigt und Landrat Marko Wolfram gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Schubert und Landtagsmitglied Maik Kowalleck das Unternehmen. Die Geschäftsführer Antje und André Petrick stellten die Firmengeschichte vor und erlaubten einen Einblick in die moderne Produktion von Röntgenröhren und -strahlern, die in der Medizin und Technik zum Einsatz kommen.
Gegründet wurde das Unternehmen 1991 von Antje Petricks Vater Horst Petrick in einer kleinen Garage neben dem eigenen Wohnhaus in Rudolstadt. Drei Jahre später wurde die Garage in ein kleines Firmengebäude umgewandelt. Fünf Jahre später wurde es auch dort zu klein, der Umzug in das neue Gebäude im Gewerbegebiet in Bad Blankenburg folgte. Innovationen der Produkte und Erweiterungen der Firme prägten auch die Folgejahre. 2015 stiegen Antje und André Petrick in die Geschäftsführung ein. Vor drei Jahren wurde ein neues Betriebsgebäude bezogen, in dem sich ein 150 Quadratmeter großer Reinraum zur Röhrenherstellung befindet.
Das Unternehmen vereint bei der Produktion der Röntgenröhren traditionelle Handarbeit mit Hochtechnologie. Glasbläser passen die Röhren auf den individuellen Einsatz an, im neuen Reinraum werden weitere Bauteile hinzugefügt. „Wir sind der Weltmarktführer bei der Qualität“, sagt Antje Petrick nicht ohne Stolz. Fast ein Drittel des Umsatzes kommt inzwischen aus den USA. Regelmäßig nimmt die Firma an Fachtagungen dort teil und erweitert den Kundenstamm. Die Röhren und Strahler aus Bad Blankenburg kommen unter anderem für Röntgenaufnahmen in Zahnarztpraxen zum Einsatz. Sie werden aber auch industriell äußerst vielfältig eingesetzt, um Edelmetalle zu erkennen oder die Verteilung von Nüssen in Nussschokolade zu prüfen. Ministerpräsident und Landrat zeigten sich gleichermaßen beeindruckt von dem Unternehmen. „Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat und die Zukunft unserer Region. Wir können stolz und dankbar sein für dieses Engagement“, sagte Wolfram.
Im Anschluss besuchten Voigt und Wolfram den SV 1883 Schwarza in Rudolstadt. Ministerpräsident Voigt und der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei Guntram Wothly überreichten Ehrenamtsfördermittel in Höhe von knapp 9.900 Euro an den Vorsitzenden Stefan Giller. Mit 1900 Mitgliedern ist der SV 1883 Schwarza der größte Sportverein im Landkreis. Rund 130 Übungsleiterinnen und Übungsleiter sorgen für den Trainingsbetrieb in den 19 Abteilungen. Voigt kündigte an, dass der Freistaat in den nächsten zwei Jahren 300 Millionen Euro in die Infrastruktur des Sports investieren werde. „Aber das A und O sind die Leute, die hier ehrenamtlich die Arbeit machen“, so der Ministerpräsident. Bei der Förderung des Ehrenamtes sei Thüringen das Vorzeigeland.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt