180.000 Euro für Tourismus im Schwarzatal übergeben

Zuschüsse von Staatssekretär Bausewein für Beschilderung und Wohnmobilplätze

Stadt Schwarzatal. Zwei Fördermittelbescheide über insgesamt 180.000 Euro hat Andreas Bausewein, Staatssekretär für Kommunales, am Freitag, 8. Mai überreicht. Die Bescheide nahmen Bad Blankenburgs Bürgermeister Thomas Schubert als Vorsitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Rennsteig-Schwarzatal, sein Stellvertreter, Ulf Ryschka, im Hauptberuf Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzatal und Bürgermeister Frank Müller der Stadt Schwarzatal im Beisein von Landrat Marko Wolfram entgegen. „Die Projekte tragen dazu bei, als Tourismusregion attraktiv zu bleiben“, sagte Staatssekretär Bausewein bei der Übergabe.

Eine 90-prozentige Förderung in Höhe von 80.000 Euro gibt es für die Beschilderung in der Region. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben liegen bei fast 90.000 Euro. In den kommenden drei Jahren soll im gesamten KAG-Gebiet die Beschilderung überprüft, vereinheitlicht und erneuert werden. Hier soll sich vorwiegend auf die Beschilderung der Wanderwege konzentriert werden. Die Umsetzung erfolgt entsprechend der Thüringer Wanderkonzeption und sieht die Einbindung der Naturparkmeisterei des Naturparks Thüringer Wald vor. Diese Maßnahme ist von besonderer Bedeutung, um den Status „Erholungsort“ der Landgemeinde Stadt Schwarztal zu sichern und das Schwarzatal als attraktive Wanderregion weiter zu entwickeln.

Zuständig für die Bewilligung der Mittel ist das Referat Regionalentwicklung im Innenministerium unter der Leitung von Simone Hold, die anlässlich der Mittelübergabe mit ins Schwarzatal gekommen war. „Die beiden Projekte sind ein gutes Beispiel, wie man mit wenig Mitteln viel erreicht. Hier gibt es eine tatkräftige Truppe, die die Umsetzung selbst in die Hand nimmt“, so die Referatsleiterin.

Für die Einrichtung von Wohnmobilstellplätzen mit Infotafeln und Ver- und Entsorgungsanlagen, den sogenannten SchwarzatalCamps, erhält die KAG eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro. Insgesamt kostet das Projekt 111.000 Euro. Standorte dieser Camps sind in Oberweißbach, Schwarzmühle, Sitzendorf, Bad Blankenburg, Cursdorf und Deesbach vorgesehen. Vier weitere, bereits ausgewiesene Wohmobilstellplätze soll eine Infotafel aufgestellt und diese einheitlich als SchwarzatalCamps vermarktet werden.  

In Bad Blankenburg ist auf dem Parkplatz der Stadthalle (mit Tourist-Information) die Errichtung einer Ver- und Entsorgungsanlage für Wohnmobile vorgesehen. Diese ist zentraler Anlaufpunkt

für die gesamte Region und alle Stellplätze. Die Planung sieht eine Station mit einer Frischwassersäule, einem Schacht für die Grauwasserentsorgung und eine Betriebssäule für die händische Schwarzwasser-Entsorgung vor. Damit wird das Ablassen von Grau- und Schwarzwasser auf öffentlichen Toiletten oder in der Natur vermieden und das Schwarzatal für Wohnmobilisten zu einem attraktiven Ort.

An den neu entstehenden und bereits vorhandenen Stellplätzen für Wohnmobile sollen Informationstafeln aufgestellt werden. Diese informieren mit einer Übersichtskarte über alle Standorte der „SchwarzatalCamps“ sowie über touristische Highlights im Schwarzatal. Darüber hinaus ist vorgesehen, auf den Infotafeln über den aktuellen Waldwandel im Schwarzatal zu informieren. Das Schwarzatal ist von einem großen Waldsterben betroffen, was das Landschaftsbild stark beeinträchtigt. Deshalb ist es wichtig, den Besuchern des Schwarzatals die Situation und die daraus entstehenden Chancen für den Wald zu vermitteln.

Die Gestaltung der Infotafeln erfolgt gemäß dem neuen Layout der KAG Rennsteig-Schwarzatal, einen hohen Wiedererkennungswert für die Region zu gewährleisten. Insgesamt sind an den zehn Standorten für die Stellflächen sowie an der Ver- und Entsorgungsstation in Bad Blankenburg elf Informationstafeln vorgesehen. „Die Projekte sind eine echte Qualitätsverbesserung. Ich bin froh, dass es hier im Schwarzatal viele Aktive gibt, die hier etwas auf die Beine stellen“, sagte Landrat Marko Wolfram. Sascha Schwarze, Geschäftsführer des Hotel Waldfrieden und selbst seit vielen Jahren im Tourismus engagiert, freute sich über die Fördermittel aus Erfurt. „Wir ernten jetzt die Früchte von vielen Jahren gemeinsamer Entwicklung im Schwarzatal. Hier bei uns ist guter, nachhaltiger echter Tourismus möglich“, sagte Schwarze.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt