Bundesinnenministerium schiebt Straftäter nach Afghanistan ab
Landrat Marko Wolfram: „Missachtung unserer Rechtsordnung bleibt nicht folgenlos“
Saalfeld/Erfurt. Vergangene Woche wurde unter Federführung des Bundesinnenministeriums u.a. ein afghanischer Staatsangehöriger aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt abgeschoben. Der Mann hielt sich seit dem Jahr 2014 im Bundesgebiet auf und ist in dieser Zeit strafrechtlich erheblich in Erscheinung getreten. Insgesamt wurden gegen ihn über 30 Straftaten registriert. Zudem verbrachte er wiederholt Zeit in Haft.
Der Betroffene war als Minderjähriger in das Bundesgebiet eingereist und erhielt im Verlauf seines Aufenthalts vielfältige Unterstützungsangebote, insbesondere durch sozialpädagogische Betreuung und Integrationshilfen. Trotz dieser Maßnahmen ist es ihm nicht gelungen, sich dauerhaft rechtstreu zu verhalten und sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Aufgrund der fortgesetzten Straffälligkeit hat der Betroffene sein ursprüngliches Bleiberecht verwirkt. Die Abschiebung erfolgte aus der Abschiebehaft heraus. Die Maßnahme wurde in enger Zusammenarbeit mit der Landespolizei sowie dem Landesverwaltungsamt vorbereitet und durchgeführt. Durch die koordinierte Zusammenarbeit der beteiligten Behörden konnte die Rückführung konsequent und rechtssicher umgesetzt werden.
Landrat Marko Wolfram sagte: „Die Abschiebung stellt einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit in unserem Landkreis dar. Personen, die wiederholt und nachhaltig gegen die geltende Rechtsordnung verstoßen, müssen mit klaren Konsequenzen rechnen. Der Vollzug solcher Maßnahmen sendet zugleich ein deutliches Signal: Die fortwährende Missachtung unserer Rechtsordnung bleibt nicht folgenlos.“
Der Landrat dankte ebenfalls allen beteiligten Behörden für die koordinierte Zusammenarbeit. „Insbesondere unsere neue Justizministerin hat uns von Beginn an konstruktiv unterstützt und die Weichen in Thüringen richtig gestellt“, so der Landrat.
Carolin Schreiber
Presse- und Kulturamt