Landräte Wolfram und Löffler gedenken Befreiung

Autor/in: Peter Lahann

Veranstaltung mit Förderverein und Gästen in der KZ-Gedenkstätte Laura

Schmiedebach. Zum 81. Mal jährte sich am 13. April die Befreiung des KZ-Außenlagers „Laura“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Mit einer Gedenkveranstaltung am Freitag, 17. April, wurde der Befreiung durch amerikanische Soldaten gedacht. Landrat Marko Wolfram und sein Kronacher Amtskollege Klaus Löffler erinnerten an die mindestens 560 Opfer während des 18-monatigen Bestehens des Lagers. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt gemeinsam mit Förderverein der KZ-Gedenkstätte. Zahlreiche Gäste und Freunde der Gedenkstätte legten Kränze und Blumen am Gedenkstein nieder.

Wolfram erinnerte an die Schicksale der ehemaligen Häftlinge Herman van Hasselt, Auguste Verfaille, Albert Duprat, Ryszard Kessler, Paul Adgé. Als Überlebende der Haft konnten sie ihre Erlebnisse schriftlich oder bei Besuchen überliefern. „Mindestens 560 Menschen haben diesen Ort nicht überlebt - und konnten auch ihre Geschichte nie erzählen. So wie der Ukrainer Juchim Lisenko, der am 8. Dezember 1943 hier in Laura starb oder der Italiener Antonio Colluci, dessen Leben ebenfalls hier, im Fröhlichen Tal, ein Ende fand. Beide Namen finden wir im Totenbuch der Gedenkstätte“, sagte Wolfram. „Wir stehen heute hier, um an sie alle zu erinnern“, betonte der Landrat.

Der Landkreis stelle sich seiner Verantwortung und setze sich für den Erhalt der KZ-Gedenkstätte ein. „Wir erzählen die Geschichten derjenigen, die sie nicht mehr selbst erzählen können: Wissenschaftlich fundiert, pädagogisch aufbereitet, sensibel und zugleich zeitgemäß vermittelt“, sagte Wolfram. Er dankte allen, die den Landkreis dabei unterstützen. Dazu gehöre maßgeblich der Förderverein mit seiner Vorsitzenden Dorit Gropp, die im vergangenen Jahr für ihr großes Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Dazu gehöre aber auch das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Gemeinsam habe man sich der Aufgabe gestellt, den Ort zu sichern und weiter zu entwickeln. Seit diesem Jahr wird die Gedenkstätte durch den Freistaat institutionell gefördert, berichtete Wolfram. „Dies gibt uns langfristige Planungssicherheit und ist ein deutliches und öffentliches Signal der Anerkennung. Unsere Arbeit hat sich bewährt und wir haben einen festen Platz in der Gedenkstättenlandschaft.“

Besonders würdigte der Landrat die positive Entwicklung bei Besuchen durch Schulklassen. Regelmäßig sind inzwischen auch Schulen aus dem benachbarten Landkreis Kronach in Bayern zu Gast in Schmiedebach. „Es ist mir deshalb eine besondere Ehre und Freude, dass mein Freund und Amtskollege, Landrat Klaus Löffler, heute an unserer Gedenkveranstaltung teilnimmt. Unsere Landkreise sind seit 1990 partnerschaftlich verbunden. Mit dem Besuch heute fügen wir dieser Partnerschaft ein weiteres Kapitel hinzu“, sagte Wolfram.

Abschließende Worte am Gedenkstein führte Dorit Gropp, Vorsitzende des Fördervereins, aus, bevor Kränze und Blumen zu Ehren der Opfer niedergelegt wurden. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Jens Bühring, der mit Stimme und Gitarre eine würdige Atmosphäre schuf. 

Kontakt:
KZ-Gedenkstätte Laura
Schmiedebach – Fröhliches Tal
07349 Lehesten
www.kz-gedenkstaette-laura.de
Email: info@kz-gedenkstaette-laura.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 14 – 17.30 Uhr
Samstag-Sonntag: 10 – 17.30 Uhr
Auch an Feiertagen sowie nach Vereinbarung

Eintritt und Führungen sind kostenfrei!

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt