Festival der Jüngsten 2026 – ein Fest der Musikschulfamilie

Autor/in: Martin Modes

Eine tolle Atmosphäre und wirklich spannende Auftritte – mit Harfe, Querflöte und vielen Ensembles

Saalfeld. Schon lange, bevor es losging, herrschte am Dienstag vor Ostern eine gespannte Atmosphäre in der Saalfelder Schlosskapelle. Die Kreismusikschule Saalfeld hatte zu einem ganz besonderen Frühlingskonzert eingeladen – dem „Festival der Jüngsten“. Stellvertretender Schulleiter Michael Schlosser begrüßte und verabschiedete die Zuhörerinnen und Zuhörer. Ansonsten klappten die Umbauten meist zügig und die Schüler und Lehrer verzichteten fast immer auf eine Moderation. Umso so auffälliger waren die witzige Ansage von Trompeterlehrer José Gomez Sares „Das ist eine Trompete“ und die warmherzigen Worte von Claudia Firl, die ihr Ensemble „Firlefantastisch“ mit einer Gavotte und „Home oft he range“ präsentierte.

In knapp eineinhalb Stunden zeigten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Saalfelder Musikschule in 25 Beiträgen, was sie in den vergangenen Monaten gelernt haben und was sie schon drauf haben. Teilwiese war es auch der erste öffentliche Auftritt – und damit natürlich ein Lampenfieber-Moment in der gravitätisch anmutenden Schlosskapelle.

Für manche war es auch bereits eine erste Rückkehr in die Schlosskapelle – wie für das Klaviertrio von Lehrerin Eva-Maria Küßner. Ihr Trio spielte „Jeannies Blue E’en“. Luise Schröder an der Violine, Frida Schrempf am Violoncello und Eva Rossow am Klavier hatten erst im November des vergangenen Jahres hier an gleicher Stelle einen großen Auftritt – sie begleiteten damals die Ehrenamtsgala des Landkreises in der Schlosskapelle.

„Auch wenn nicht alles perfekt war -die Vielfalt hat sehr beeindruckt“, so eine Zuhörermeinung. Die Jüngsten haben dabei nicht nur erfolgreich gegen ihre Aufregung angekämpft, sondern auch gegen die relativ kühlen Temperaturen in der Schlosskapelle, die das Spielen zusätzlich erschweren. Zu hören waren nicht nur Klavier und Trompete, Blockflöte oder Violoncello. Evgeniia Dubava spielte mit ihrer Querflöte „Over the Rainbow“. Und auch die sehr junge Harfenistin Marga Schrempf glänzte mit ihrem Instrument. Neben klassischer Musik zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass sie auch Ohrwürmer wie „Pretty little Baby“, „Grennsleeves“ oder „Star Wars-Themen“ schon recht souverän beherrschen.

Den vermutlich größten Applaus erhielten Karlotta Marr, Mathillda Marr und Klementine Marr mit ihrem Auftritt „Im Frühtau zu Berge“. Sie speilten das traditionelle schwedische Wanderlied zunächst instrumental mit Violine, Blockflöte und Gitarre – und zeigten dann, wie man mit Gesang begeistern kann.

Deutlich wurde an diesem Nachmittag auch, dass an der Saalfelder Musikschule in Sachen Ensemblearbeit eine Menge geleistet wird – und sicher wird der eine oder andere der Schüler irgendwann ganz groß bei einem der Wettbewerbe wie Jugend musiziert glänzen.

Und dort ist ja demnächst wieder ein Ensemble aus der Region beim Bundeswettbewerb vertreten.

Martin Modes
Presse- und Kulturamt

Fotos von den Auftritten: Martin Modes

46 „Klaviertrio“
87 Rasmus Eisner
107 Annelie Rademacher, Finja Faist
126 Evgeniia Dubava
146 Firlefantastisch
187 Alle Musikschüler
197 Musikschüler und Lehrer