Ministerin Beate Meißner besucht Landkreis

Autor/in: Peter Lahann

Übergabe von Lottomitteln – Austausch mit Beschäftigten der Ausländerbehörde

Saalfeld. Am Freitag, 13. März, besucht Beate Meißner, Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz, den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Der Besuch startete mit einem Treffen mit Landrat Marko Wolfram, Landtagsmitglied Maik Kowalleck und Vertreterinnen und Vertretern des Volkshochschulverbandes im Landratsamt Rudolstadt. Im Anschluss übergab Meißner Lottomittel an den Theater-Spielladen. Danach stand ein Arbeitsgespräch in der Ausländerbehörde im Landratsamt in Saalfeld an. Zum Abschluss übergab Meißner Lottomittel an das Besucherbergwerk in Kamsdorf.

Im großen Sitzungssaal des Haus III des Landratsamtes in der Schwarzburger Chaussee übergab Meißner einen Fördermittelbescheid über 700.000 Euro an die Direktorin des Kreisvolkshochschulverbandes, Fanny Kratzer, für das Programm „Start Deutsch“. Das Landesprogramm ist ein Sprachförderprogramm für Menschen mit Migrationshintergrund. Es richtet sich an Personen, die keinen Zugang zu einem Integrationskurs des Bundes haben, zum Beispiel weil ihnen die Berechtigung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fehlt.

Ziel des Programms ist es, den Teilnehmenden grundlegende Deutschkenntnisse zu vermitteln, damit sie besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und später weitere Bildungs- oder Qualifizierungsangebote nutzen können. Neben der Sprache werden digitale Kompetenzen vermittelt, zum Beispiel der Umgang mit Computern, Internet und Lernapps. „Seit 2016 wurden in mehr als 800 Kursen über 13.000 Menschen erreicht“, berichtete die Ministerin.

Von der Fördersumme sind 50.000 Euro für die Kreisvolkshochschule Saalfeld-Rudolstadt eingeplant. Hier wurden bisher 31 Start-Deutsch-Kurse durchgeführt mit mehr als 500 Teilnehmenden, sagte Verwaltungsleiterin Stefanie Wagner. „Diese niederschwellige Sprachförderung ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft“, sagte Landrat Wolfram.

Im Anschluss übergab Ministerin Meißner Lottomittel in Höhe von rund 4.600 Euro an Frank Grünert vom Theater-Spielladen Rudolstadt. Der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Herbert Wirkner hatte sich für die Mittel eingesetzt. Damit soll der Zugangsflur zur Probebühne erneuert werden.

In Saalfeld traf sich die für Migration zuständige Ministerin mit dem Leiter der Ausländerbehörde, Maximilian Niedner und Sarah Knobelsdorf, stellvertretende Sachgebietsleiterin, Bürgermeister Dr. Steffen Kania sowie Franziska Exner, Geschäftsführerin des Jobcenters. Landrat Wolfram stellte zu Beginn die neuen Büroräume in der Bahnhofstraße vor, in der besonders Sicherheitsaspekte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt wurden. Anschließend erfolgte ein Arbeitsgespräch über verschiedene Fachthemen, darunter die Einstellung von Strafverfahren gegen Asylbewerber, den Mangel an Abschiebehaftplätzen, die Personalgewinnung in den Ausländerbehörden sowie die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.  

Zum Abschluss des Besuchs überreichte die Ministerin einen Lottomittelbescheid über 5.000 Euro an Werner Groll, den Vorsitzenden des Kamsdorfer Vereins zur Pflege der Bergbautradition e. V., der das Besucherbergwerk in Kamsdorf betreibt. Mit dem Geld wurde die Schutzhütte am Notausstieg des Besucherbergwerks erneuert. Zur Übergabe des Bescheids waren neben Vereinsmitgliedern auch André Gölitzer, Bürgermeister der Gemeinde Unterwellenborn und Karsten Hopfe, Ortsteilbürgermeister in Kamsdorf gekommen.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt