AWO eröffnet Neubau in Oberweißbach

Autor/in: Peter Lahann

18 Sozialwohnungen, Begegnungsstätte und Pflegestützpunkt geschaffen

Oberweißbach. Nach zwei Jahren planmäßiger Bauzeit ist am Freitag, 23. Januar, das neue Gebäude des AWO Kreisverbands Saalfeld-Rudolstadt e.V. in der Stadt Schwarzatal offiziell seiner Nutzung übergeben worden. Geschäftsführer Andreas Krauße konnte bei der feierlichen Eröffnung hohen Besuch begrüßen: Staatsministerin Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, war eigens aus Berlin angereist. Begleitet wurde sie bei ihren Informationsbesuchen im Landkreis durch Landrat Marko Wolfram.

„Die AWO hat hier in Oberweißbach einmal mehr gezeigt, wie soziale Verantwortung und solidarisches Zusammenleben der Generationen in einem Projekt verwirklicht werden können“, sagte Wolfram zur Eröffnung. Das Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro sei ein Investitionsprogramm für das heimische Handwerk. Knapp 500.000 Euro wurden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert, 630.000 Euro aus dem Programm Sozialer Wohnungsbau. Weitere 210.000 Euro stammen von der Fernsehlotterie für den Bau und die Erstausstattung der Begegnungsstätte. 910.000 Euro steuert die AWO aus Eigenmitteln bei.

In den vergangenen zwei Jahren entstand in der Fröbelstraße ein dreigeschossiger Neubau mit Aufzug. Geschaffen wurden 18 barrierefreie Wohnungen, 10 davon mit 45 Quadratmetern Wohnfläche, 8 mit 60 Quadratmetern. Im Erdgeschoss ist die Begegnungsstätte eingezogen sowie der Häusliche Pflegedienst. Der Neubau erfüllt den Standard Energieeffizienzhaus 55 EE. Damit werden mindestens 55 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt. Die Wärmeversorgung erfolgt über drei Luft/Wasser-Wärmepumpen mit jeweils 13 kW Leistung. Eine Photovoltaikanlage mit 20 kWp unterstützt die nachhaltige Energieversorgung und trägt zur Reduktion der Betriebskosten und des CO₂-Ausstoßes bei.

Am Bau waren knapp 30 Unternehmen beteiligt – überwiegend aus der Region. Exemplarisch zu nennen sind die Baufreund GmbH Pößneck, Jakusa Bedachungen Saalfeld, Zinn Bauelemente aus Rohrbach sowie BG Garten- & Landschaftsbau Bad Blankenburg. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern stärkte die Wertschöpfung und Fachkompetenz vor Ort. Planung und Baubetreuung lieferte die Projektscheune Planungsgesellschaft mbH aus Schleusingen.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt