Planungskoordination

Die Herausforderungen des demografischen und sozialen Wandels sind in unseren Landkreis große und vielfältig. Sie erhöhen den Bedarf an Planung und Koordination im Sinne eines ämter- und fachübergreifenden Handelns. Integrierte Sozialplanung wird dabei seit 2016 als ein Instrument kommunaler Steuerung und zur Unterstützung für kommunalpolitische Entscheidungen im Landkreis etabliert. Jugendhilfe, Familienförderung, Behinderten- und Altenhilfe werden im Zusammenhang betrachtet und die entsprechenden Fachplanungen aufeinander abgestimmt.

Ausgehend von den Ideen, Problemlagen und Bedarfen der Bürger im Landkreis werden individuelle Lösungen gesucht. Ressourcenorientierung, Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung sind wichtige Elemente der Arbeit. Die vorhandene soziale Infrastruktur, Lebenslagen und Sozialstrukturdaten werden möglichst kleinräumig analysiert und beschrieben. Damit werden angemessene Bedarfe festgestellt und Maßnahmen zur Erfüllung derselben entwickelt. Die integrierte Betrachtungsweise

bietet neue Chancen zur Vernetzung und zur Planung und Umsetzung von Angeboten und Maßnahmen.

In der Stabstelle Planung/Controlling des Fachbereiches Jugend, Soziales und Gesundheit ist die Planungskoordinatorin für die Vernetzung intern und extern verantwortlich und befördert die strategische Zusammenarbeit in verschiedenen Themenbereichen.

Seit Juli 2022 wird die Förderung im Rahmen der Richtlinie über die Gewährung von Zuschüssen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und des Freistaats Thüringen zur Förderung der aktiven Inklusion von benachteiligten Bevölkerungsgruppen durch die Entwicklung bedarfsgerechter Sozial- und Bildungsinfrastruktur – Sozialstrategierichtlinie für die Prozesse der integrierten Sozialplanung genutzt.

Im April 2024 wurde der Kommunale Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt durch den Kreistag beschlossen.

Im Dezember 2025 erfolgte der Beschluss der Sozialstrategie Saalfeld-Rudolstadt im Kreistag. Hier wurde der Auftrag erteilt die Umsetzung mit einer „Steuerungsgruppe Sozialstrategie“ zu begleiten.