Meernacher Straße mit 4,8 Millionen Euro fertig saniert

Autor/in: Carolin Schreiber

Freistaat, Landkreis, ZWA und TEN mit hohen Investitionssummen

Gräfenthal. In Gräfenthal wird am Freitag, dem 28. November 2025, um 13 Uhr, der Abschluss der größten Straßenbaumaßnahme des Landkreises gemeinsam mit den Anwohnern gefeiert. Rund 4,8 Millionen Euro kostete die Instandsetzung der Ortsdurchfahrt K 175 Meernacher Straße, etwa 2,1 Millionen Euro beträgt der Anteil der Investitionskosten des Landkreises. Dieser Anteil wird mit bis zu 75 Prozent durch den Freistaat gefördert. Im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Saalfeld-Rudolstadt und der Thüringer Energienetze GmbH war die Kreisstraße in drei Teilabschnitten zwischen 2023 und 2025 auf einer Länge von 850 Metern grundhaft erneuert worden.

„Ich freue mich, dass wir diese Maßnahme jetzt erfolgreich abschließen und den Bürgerinnen und Bürgern die Kreisstraße in einem sehr guten Zustand übergeben können. Ich danke den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis für die notwendigen Einschränkungen während der Bauphase“, sagte Marko Wolfram. Zugleich betonte der Landrat die „sehr anspruchsvolle“ Realisierung des Bauvorhabens: „Ich bedanke mich sowohl bei unserem Fördermittelgeber, dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, als auch bei allen Partnern, Planern, Bauunternehmen, Kommunen und Mitarbeitern, die uns bei dieser Sanierung begleitet und unterstützt haben. Es gab erhebliche Herausforderungen, beengte Platzverhältnisse und massive Felsformationen – vieles hat die Arbeiten erschwert und verzögert, aber jetzt freuen wir uns über den gelungenen Abschluss.“

Der ZWA Saalfeld-Rudolstadt hat im gesamten Baubereich die Trinkwasserversorgungsleitung und die Trinkwassergrundstücksanschlüsse erneuert. Zudem ist die Meernacher Straße mit Fertigstellung der Baumaßnahme schmutzwasserseitig an die Kläranlage Gräfenthal angeschlossen. Für diesen Zweck sind ca. 800 Meter Schmutz- und ca. 530 Meter Regenwasserkanäle neu verlegt worden. Um das Schmutzwasser auf die Kläranlage überzuleiten, war es erforderlich, ein Pumpwerk zu errichten und zwischen Pumpwerk und der Landesstraße L 1150, Obere Coburger Straße, eine Abwasserdruckleitung zu verlegen. Die Ableitung des Niederschlagswassers erfolgt über mehrere Einleitstellen in die Gewässer Buchbach und Arnsbach.

Die Grundstücksentwässerung erfolgt nun im Trennsystem, wobei jedes Grundstück einen separaten Schmutz- und Regenwasseranschluss hat. Der ZWA Saalfeld-Rudolstadt investierte in diese Baumaßnahme ca. 2.645.000 Euro. Davon entfallen auf den Bereich Wasserversorgung ca. 575.000 Euro und auf den Bereich Abwasserbeseitigung ca. 2.070.000 Euro. Die Thüringer Energienetze GmbH investierte rund 62.000 Euro für die Energieversorgung.

Bis Ende November wurden noch Nebenanlagen, Zufahrten und Zugänge zu Grundstücken geschaffen und der temporäre Fußweg am Freibad zurückgebaut. Neben dem Ausbau der Straße wurde teilweise die Ufermauer des Arnsbaches erneuert, da diese zum Teil die Stützfunktion für die Kreisstraße übernimmt und somit die erforderliche Standsicherheit aufweisen muss.

Den Zuschlag für die Umsetzung hatte das Saalfelder Unternehmen August Dohrmann GmbH erhalten. Während der Bauphase war eine Vollsperrung erforderlich. Für die Umleitung wurde ein Waldweg umfangreich instandgesetzt, der von Creunitz bis zur Einmündung an die L1152 zwischen Piesau und Spechtsbrunn verläuft. Über die Wintermonate fand keine Bautätigkeit statt.

Carolin Schreiber

Presse- und Kulturamt