THW kann jetzt 20.000 Liter Wasser transportieren
Anschaffung von zwei 8.000-Liter-Tanks nach Großbrand in Gösselsdorf
Rudolstadt. Die Auswertung des Großbrandes in Gösselsdorf Anfang Juli hat jetzt beim Ortsverband Rudolstadt/Saalfeld des Technischen Hilfswerks (THW) zu einer Verbesserung der Ausrüstung geführt. Am Donnerstag wurden im Beisein von Landrat Marko Wolfram und Bürgermeister Jörg Reichl sowie Sponsoren zwei Tanks mit einem Fassungsvermögen von je 8.000 Litern Wassern offiziell in den Dienst gestellt. Zusammen mit dem vorhandenen 4.000-Liter-Fass auf dem Unimog des THW können jetzt 20.000 Liter Löschwasser transportiert werden.
„Der Wassertransport gehört nicht zu unserer Standardausstattung, deshalb mussten die Mittel für die Anschaffung über Spenden und Sponsoren eingeworben werden“, erklärte Fachberater Jens Dathe. Direkt nach dem Waldbrand erwies sich die Spendenbereitschaft als besonders hoch. Lokale und internationale Unternehmen sowie private Spender stellten das Geld in kurzer Zeit zur Verfügung. Dathe dankte den Firmen Applied Chemicals aus Basel, der Betting AG, der Kapp-Chemie, MMS- Stahl und Anlagenbau, dem Stahlwerk Thüringen, Küchen Wurzbach, dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie privaten Spendern für ihre Unterstützung.
Der Rudolstädter Bürgermeister Jörg Reichl, selbst Vorsitzender des Helfervereins des THW, lobte die große Spendenbereitschaft. „Es ist toll, dass wir die Unterstützung von vielen Firmen haben und so innerhalb weniger Tage das Geld für die Tanks zusammenkam“, sagte Reichl. Landrat Marko Wolfram würdigte die Ehrenamtlichen vom THW unter dem Vorsitz von Falk Lehmann, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Übergabe teilnehmen konnte. „Das Team ist immer kreativ dabei, um bei der Ausrüstung auf der Höhe der Zeit zu bleiben“, so der Landrat.
Schirrmeister Matthias Leich stellte den anwesenden Geldgebern die technische Ausstattung der Fässer vor. Diese sind mit großen Plastikbällen gefüllt, die das Aufschaukeln des Wassers während der Fahrt verhindern. Zusätzlich sichern acht Gurte pro Fass die Tanks auf dem Tieflader des THW. Den Unimog als Zugmaschine hatte das THW vor einiger Zeit gebraucht von einer Straßenmeisterei erworben und umgerüstet. Diese Anschaffung war ebenfalls über den Helferverein ermöglicht worden.
Damit das Wasser aus den „blauen“ THW-Tanks dann auch der „roten“ Feuerwehr zur Verfügung steht, übergab Kreisbrandinspektor Christian Patze zum Abschluss der Veranstaltung ein passendes Sammelstück zur Verbindung.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt