Landrat auf Kreisbereisung in Remda und Großkochberg

Autor/in: Carolin Schreiber

Marko Wolfram besucht Glastechnik Kirste, Glücksbringerhof und Feuerwehrgerätehaus

Remda. Landrat Marko Wolfram besuchte vergangene Woche im Rahmen seiner Kreisbereisung das Remdaer Unternehmen Glastechnik Kirste, den Landkulturhof Glücksbringer in Kirchremda sowie das neue Feuerwehrgerätehaus in Großkochberg.

Zu Beginn seiner Tour durch das nördliche Kreisgebiet führte Bernd Kirste durch sein Unternehmen, das sich auf spezielle Glasbearbeitungstechniken spezialisiert hat. Insgesamt zwanzig Mitarbeiter an den Standorten Remda und Eichfeld führen vielseitigste Präzisionsarbeiten an Glaskörpern durch, in zum Teil aufwendigen Prozessen und mit unterschiedlichsten Techniken, erklärt Bernd Kirste. Mittels eigens konstruierter Maschinen können Spezialanfertigungen in kleiner und mittlerer Stückzahl angefertigt werden, die in ihren Toleranzgrenzen ihresgleichen suchen: „Wir sprechen hier von Messungen im Mikrometerbereich, das heißt einem Tausendstel von einem Millimeter“, so Kirste. Die hochwertigen Glaserzeugnisse werden u.a. im medizinischen Bereich für Spritzen o.ä. gebraucht. Mit modernster Lasermesstechnik wird die geforderte Genauigkeit vor der Lieferung an die Kunden überprüft.
„Ich bin zufrieden, wir sind gut aufgestellt. Unser größtes Problem ist es, qualifiziertes Fachpersonal zu finden“, berichtet Kirste, der bereits perspektivisch die Regelung seiner Nachfolge angeht. Über 1, 5 Millionen Euro habe er allein in den letzten Jahren investiert und viel umgebaut, so der Firmenchef. „Es ist mir sehr wichtig, dass unser Unternehmen mit langer Geschichte auch in Zukunft hier in Remda gut weiterläuft. Dafür braucht es jemanden mit Herzblut, der mit Leib und Seele dahintersteht.“ Die Ursprünge des Unternehmens bildet die 1836 als Waldwollwarenfabrik gegründete industrielle Produktionsstelle, die Baumwollkleidung u.a. mit Fichtennadeln färbte. Um 1910 wurde dann auf die Glasbearbeitung umgestellt. Bernd Kirste folgte seinem Großvater und Vater als Unternehmenschef und übernahm den Betrieb im Jahr 2000. „Über Jahrzehnte in Familienhand geführte kleine und mittelständische Betriebe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und ich bin sehr stolz, dass wir solches Know-How in unserer Region haben“, sagte Landrat Marko Wolfram im Gespräch.

Landkulturhof „Glücksbringer“

Nur einen Katzensprung entfernt und mit vielen tierischen Mitbewohnern empfingen Steffi und Christian Hartwig den Landrat in ihrem „Glücksbringerhof“. Rund 35 Betten bietet der mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannte Landkulturhof, auf dem man nicht nur große und kleine Feste feiern, sondern auch Urlaub machen kann. „Wir sind als Hochzeitslocation fest etabliert und werden auch für Tagungen, Seminare und sonstige Veranstaltungen gern gebucht“, freut sich Steffi Hartwig und zeigt dem Landrat das Herzstück des Hofes - die geschmückte Feierscheune.

Dank der idyllischen Lage und den vor allem bei Kindern beliebten Tieren wie Pferden, Ponys, Gänsen, Hühnern und Kaninchen, wurde der Ort zum geschätzten Urlaubsziel für Bauernhofliebhaber. Zusätzliche Einnahmequelle bilden 160 Gänse und 260 Flugenten, die artgerecht auf den satten Wiesen der Umgebung leben. „Der Trend geht immer mehr in Richtung regionale Bauernmarktprodukte und das freut uns sehr“, erklärt Hartwig und zeigt dem Landrat ihre 850 Hühner in zwei mobilen Stallanlagen. „Die Eier unserer glücklichen Hühner kann man im Edeka in Rudolstadt und im Saalfelder Marktkauf erwerben.“ Landrat Marko Wolfram verabschiedete sich mit den Worten: „Ein familiengeführter Landhof, der für die Landwirtschaft brennt und gute regionale Produkte anbietet ist der beste Botschafter für unsere Region.“

Baustellenbegehung Feuerwehrgerätehaus Großkochberg

An der letzten Station der Kreisbereisung führten Uhlstädt-Kirchhasels Bürgermeister Frank Dietzel und Ortsteilbürgermeister Günter Hercher den Landrat durch die Baustelle des neuen Feuerwehrgerätehauses in Großkochberg. „Es ist großartig zu sehen, dass der Bau gut voranschreitet und unsere ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte hoffentlich bald in das großzügige Gebäude einziehen können“, sagte Wolfram beim gemeinsamen Rundgang. Es sei eine „wichtige Wertschätzung für die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden“, waren sich alle Drei einig. Der Umzug in das neue Gebäude ist laut Dietzel voraussichtlich zum Jahresende geplant. Im August 2024 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Das vorherige Feuerwehrgerätehaus entsprach nicht mehr den aktuellen Standards und bot zu wenig Platz für die Fahrzeuge. Es wurde im Frühjahr abgerissen, der Neubau entsteht aktuell an gleicher Stelle.

Carolin Schreiber
Presse- und Kulturamt