Landrat Marko Wolfram besucht DGB-Frittenmobil in Saalfeld

Autor/in: Franziska Ehms

Landrat wirbt für starke Tarifbindung in der Region

Saalfeld. Das DGB-Frittenmobil machte am 13. August Station am Bahnhof in Saalfeld. Landrat Marko Wolfram nutzte einen Besuch vor Ort, um sich über die Arbeit des Frittenmobils zu informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Vor Ort traf er auf Renate Sternatz, stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB Bezirk Hessen-Thüringen, sowie auf Tarek Bannoura, Geschäftsstellenleiter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Erfurt. „Tarifverträge sind wichtig – sie stärken die Kaufkraft in der Region und sind damit auch gut für Handel und Handwerk“, betonte Landrat Wolfram. „Wenn Beschäftigte fair bezahlt werden, profitieren alle – vom Bäcker um die Ecke bis zum Handwerksbetrieb.“

Das DGB-Frittenmobil tourt aktuell durch Thüringen, um für mehr Tarifbindung, Mitbestimmung und gute Arbeitsbedingungen zu werben. An Infoständen und bei einer Portion Pommes – oder angesichts der hohen Temperaturen bei einem Eis - können sich Besucher über die Vorteile tariflicher Absicherung informieren.  „Die Forderung nach kürzeren, flexibleren und gesünderen Arbeitszeiten ist aktueller denn je. Doch ohne Tarifvertrag bleibt sie oft bloße Theorie“, so Renate Sternatz. „Tarifverträge sorgen nicht nur für mehr Geld und mehr Sicherheit, sondern auch für mehr Zeit – durch zusätzlichen Urlaub, planbare Arbeitszeiten und Schutz vor Überlastung.“

In Thüringen gibt es weiterhin viele Unternehmen ohne Tarifbindung – selbst 35 Jahre nach der Wiedervereinigung. Marko Wolfram macht deutlich: „Faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen sind entscheidend, um Fachkräfte zu gewinnen und den Wirtschaftsstandort Saalfeld-Rudolstadt langfristig zu stärken.“

Für den DGB ist klar: Nur mit starken Gewerkschaften und flächendeckenden Tarifverträgen lassen sich gute Arbeit, sichere Einkommen und eine verlässliche Perspektive für die Menschen in der Region sichern. „Ob in der Industrie, im Dienstleistungssektor oder in der öffentlichen Daseinsvorsorge – wir brauchen Arbeitsbedingungen, die den Menschen ein gutes Leben ermöglichen und den Standort stärken. Das Frittenmobil steht heute hier nicht nur für eine Portion Pommes, sondern auch für eine Portion Solidarität“, so Sternatz.

Franziska Ehms
Presse- und Kulturamt