Klasse 5b wird zur Bigband in Bad Blankenburg
Einzigartige musikalische Kooperation zwischen Regel- und Kreismusikschule gestartet
Bad Blankenburg. Als „einzigartig im Landkreis und auch in Thüringen kaum zu finden“ beschreibt Rudolstadts Kreismusikschulleiter Hendryk Mühlbach die neue Kooperation mit der Staatlichen Geschwister Scholl Regelschule in Bad Blankenburg. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b starten als „Bläserklasse“ in die weiterführende Schule, denn alle 17 Kinder haben in dieser Woche ihre neuen Blasinstrumente erhalten.
Dank einer gewonnenen Auslosung des Instrumentenherstellers Jupiter hat Schulleiterin Heike Greßler für ein Jahr einen Klassensatz an hochwertigen Posaunen, Saxophonen und Trompeten für ihre Schule ergattern können. „Alle Kinder der Klasse 5b können sich für ein Instrument entscheiden und erhalten zusätzlichen Instrumentalunterricht – in kleinen Gruppen und als Ensemble“, so Greßler. Dahinter stehe die Idee, „den Klassenzusammenhalt zu stärken und gemeinsam an etwas zu arbeiten. Dadurch, dass alle mitmachen ist die Hemmschwelle nicht so groß, denn für alle geht es um das Erlernen eines neuen Instruments“, erklärt die Schulleiterin.
Damit das Projekt „Bläserklasse“ auch funktioniert wurden die Eltern zuvor gefragt, welche Kinder daran teilnehmen möchten und die Klassen entsprechend zusammengestellt. „Hier geht es auch um Chancen- und Bildungsgleichheit, denn Schule ist der Ort, an dem alle Kinder mit Musik in Berührung kommen. Insofern freut es uns sehr, dass viele Eltern das Projekt unterstützen“, erläutert Hendryk Mühlbach. Die gewonnenen Instrumente können ein Jahr lang genutzt werden, der zusätzliche Musikunterricht durch die Lehrer der Kreismusikschule wird von den Eltern finanziert. Die extra Stunden werden in die normalen Unterrichtszeiten integriert, so dass Eltern nicht herumfahren müssen. Heike Greßler berichtet weiter: „Bis zu den Herbstferien kann jedes Kind die Instrumente ausprobieren und für sich entscheiden, welches es lernen möchte. Dann können sie auch zum Üben mit nach Hause genommen werden.“ Fünftklässlerin Lilly Zabel ist bereits von den Klängen der Instrumente begeistert: „Ich wollte eigentlich erst Trompete lernen, aber jetzt gefällt mir das Saxophon besser.“
Die Finanzierung der Instrumente ist für das erste Jahr gesichert. Für die Fortsetzung haben Heike Greßler und Hendryk Mühlbach bereits angekündigt, sich auf Sponsorensuche zu begeben, um den Schülerinnen und Schüler in Bad Blankenburg ermöglichen zu können, dieses musikalische Ausnahmeprojekt weiterzuführen. Die erste Förderzusage in Höhe von 4.500 Euro der Kreissparkassenstiftung an den Förderkreis der Musikschule konnte bereits erreicht werden.
Carolin Schreiber, Presse- und Kulturamt