Feier im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt:  35 Jahre Deutsche Einheit

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt feiert mit Partnerschaftstreffen, symbolischer Baumpflanzung und Festakt das Doppeljubiläum

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Der Landkreis hat mit einem Partnerschaftstreffen, einer symbolischen Baumpflanzung und einem Festakt dem 35. Jahrestag der Deutschen Einheit sowie dem 35-jährigen Bestehen der Kreispartnerschaften mit den Landkreisen Trier-Saarburg und Kronach gedacht.

Eine Delegation aus dem rheinland-pfälzischen Trier-Saarburg sowie aus dem ukrainischen Rayon Kalush waren bereits am 2. Oktober angereist. Vertreter aus dem polnischen Partnerkreis Opole mussten wegen der aktuellen politischen Lage ihre Reise absagen. Am 3. Oktober pflanzten die Landräte der drei deutschen Partnerlandkreise, Marko Wolfram, Stefan Metzdorf und Klaus Löffler gemeinsam mit dem Kreisratsvorsitzenden aus Kalush, Mykhailo Lavriv, dem Saalfelder Bürgermeister Dr. Steffen Kania, Andreas Korn, Ortsteilbürgermeister in Beulwitz und Klaus Wiefel von den Baumfreunden Beulwitz einen Baum im Saalfelder Ortsteil Beulwitz.

Im Anschluss fand im Meininger Hof in Saalfeld der Festakt statt. Eröffnet wurde er von den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Oliver Weder. Landrat Marko Wolfram warb in seiner Ansprache für gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wir werden in einer sich rasant ändernden Welt nur bestehen, wenn wir zusammenhalten. Mit Offenheit und Zuwendung untereinander überwinden wir Zwietracht und Hass. Fangen wir heute damit an!“, so der Landrat.

In seiner Festrede verwob Zeit-Journalist Christoph Dieckmann seine persönliche Beziehung zu Saalfeld und der Region mit dem Weltgeschehen. Auch er warb angesichts von Kriegen und Krisen für Zuversicht. „ Bleiben wir trotz Frust und Ängsten unverzagt. Verkleinern wir uns nicht zu feindseligen Bitterlingen. Feiern wir unseren deutschen Tag als Ermutigung zum Frieden und zur Freiheit des Herzens“, sagte Dieckmann. Grußworte der Landräte Metzdorf und Löffler sowie vom Kreisratsvorsitzenden Lavriv folgten. Mit drei Tanzeinlagen fügte das Thüringer Folkloretanzensemble aus Rudolstadt dem Festakt eine leichte und bunte Facette hinzu und begeisterte das Publikum. Der offizielle Teil der Veranstaltung endete mit dem Singen der Nationalhymne, musikalisch angeführt von den Thüringer Symphonikern.

Das Thüringer Folkloretanzensemble aus Rudolstadt zeigte in drei Auftritten sein Können. Beim Walzer No. 11 wurden die Tänzerinnen und Tänzer von den Thüringer Symphonikern begleitet. Mit einem Schwertertanz und einer Interpretation einer Norddeutschen Erntevesper begeisterten die jungen Frauen und Männer das Publikum.      

Mehr als 150 Gäste waren am 3. Oktober zum Festakt in den Meininger Hof gekommen. Zu ihnen gehörten Delegationen aus den Partnerlandkreisen Trier-Saarburg, Kronach und dem ukrainischen Kalush, der Vorsitzende des Thüringischen Landkreistages, Christian Herrgott, sowie der Präsident des Gemeinde- und Städtebundes, Dr. Steffen Kania.           

Der Autor und Journalist Christoph Dieckmann spannte in seiner Festrede den Bogen von seinem ersten Aufenthalt in Saalfeld und Rudolstadt in den 1960er Jahren über seine Wahrnehmung vom 3. Oktober 1990 als junger Journalist in Washington bis zur aktuellen politischen Situation. Trotz Kriegen und Krisen warb er für Zuversicht.  

Die Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt präsentierten sich unter der Leitung von Generalmusikdirektor Oliver Weder in Bestform. Den fulminanten Auftakt bildete Richard Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“ aus der Oper Tannhäuser. Als Abschluss spielten die Symphoniker das Deutschlandlied zum Text von Hoffmann von Fallersleben. 

Unter dem Motto „35 Jahre Heimat - Gemeinsam in die Zukunft“ wurde am 3. Oktober auch das 35-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Saalfeld-Rudolstadt, Trier-Saarburg und Kronach gefeiert. Das Gruppenbild zeigt Vertreterinnen und Vertreter der drei Landkreise und Kreistage sowie aus dem ukrainischen Partnerlandkreis Kalush.

Landrat Marko Wolfram hatte in der Einladung zum Festakt für Spenden für das Krankenhaus in der Stadt Dolyna im Partnerlandkreis Kalush in der Ukraine gebeten. 1.167.50 Euro  kamen bei der Aktion zusammen und wurden an Krankenhausleiterin Olga Ilchyshyn und Kreisratsvorsitzenden Mykhailo Lavriv übergeben.          

Fotos von der Veranstaltung Peter Lahann/Martin Modes