Ein sensibles Thema im Fokus: Präventionsprojekt befasst sich mit „Kindern aus suchtbelasteten Familien“
Über 50 Teilnehmer am Suchtpräventionstag in der medizinischen Fachschule Saalfeld
Saalfeld. Ende November fand im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ein Suchtpräventionsprojekt statt. Über 50 angehende Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger, Erzieherinnen und Erzieher sowie Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger nahmen an der Veranstaltung in der medizinischen Fachschule Saalfeld teil. Man setzte sich mit dem sensiblen und hochrelevanten Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ auseinander.
„Pädagogische Fachkräfte sind oft die ersten, die Belastungen bei Kindern wahrnehmen. Gut geschulte und sensibilisierte Fachkräfte können eine wichtige Stütze für betroffene Kinder sein“, betonte Schulleiterin Carmen Frey. Vom pädagogischen Team der Mefa gut vorbereit, fand ein Präventionstag statt, der sowohl fachlich fundiert als auch emotional stabilisierend auf die Teilnehmer wirkte.
Der Suchtpräventionstag verdeutlichte, wie wichtig die frühe Auseinandersetzung mit dem Thema und die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Suchtprävention ist. Die hohe Beteiligung und das engagierte Miteinander stärken die zukünftigen Fachkräfte im Umgang mit einer der herausforderndsten Aufgaben ihres späteren Berufslebens.
Den Fachtag hatte Tatjana Kaulfuss, Suchtkoordinatorin des Landratsamtes Saalfeld-Rudolstadt, federführend organisiert. Neben der Vorführung des bewegenden Dokumentarfilms „Erinnerungen an eine vergessene Kindheit“ setzten sich die Teilnehmenden an verschiedenen praxisorientierten Workshopstationen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten, Gesprächsimpulsen und Unterstützungsstrategien auseinander. Die Stationen eröffneten Raum für praktische Übungen und geschützte Reflexionsphasen.
Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler fielen sehr positiv aus: Viele betonten, wie wertvoll und bereichernd sie den Tag empfanden und dass sie zahlreiche Erkenntnisse und konkrete Handlungsideen für ihre zukünftige berufliche Tätigkeit mitnehmen konnten.
„Wir haben besonderer Wert daraufgelegt, sensibel mit den persönlichen Reaktionen und dem Befinden der Teilnehmenden umzugehen. Aufgrund der emotionalen Tiefe des Themas konnten wir eine Atmosphäre schaffen, in der individuelle Rückzüge, Gespräche und Unterstützungsangebote jederzeit möglich waren“, so Tatjana Kaulfuss in ihrer Bilanz.
Tarja Gedeon/Martin Modes
Presse- und Kulturamt
Fotos: LRA