Drei Löschhubschrauber unterstützen 660 Einsatzkräfte

Autor/in: Peter Lahann

Ministerpräsident und Innenminister am Einsatzort – Lage statisch

Saalfeld. Beim Waldbrand in Gösselsdorf im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist die Lage derzeit statisch mit gelegentlicher Entstehung von Spotfeuern und aufflammenden Glutnestern. 660 Einsatzkräfte mit 85 Fahrzeugen und Luftunterstützung von drei Hubschraubern (Landespolizei Thüringen, Bundespolizei und Landespolizei Bayern) bekämpfen den Brand. Verstärkung brachte außerdem der Verein @fire mit rund 50 ehrenamtlichen Waldbrandspezialisten aus ganz Deutschland. Heute machten sich Ministerpräsident Mario Voigt, Innenminister Georg Maier, die Thüringer Europaabgeordnete Marion Walsmann und Innen-Staatssekretär Andreas Bausewein ein Bild vor Ort. Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Dr. Steffen Kania und Einsatzleiter Kreisbrandinspektor Christian Patze schilderten die Situation.

Der Ministerpräsident dankte allen Einsatzkräften und ihren Familien für ihre Leistung. „Es bleibt festzuhalten, dass wir mit exzellenten Kameradinnen und Kameraden den größten Waldbrand seit 30 Jahren in Thüringen unter Kontrolle gebracht haben“, so der Ministerpräsident. Er sei beeindruckt von der Teamleistung aller Akteure von Feuerwehren aus Thüringen und Bayern, Polizei, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, ThüringenForst, dem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr, und vielen weiteren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Das Zusammenspiel verschiedener Einsatzkräfte in einer so großen Lage, sei eine Chance für alle, zu lernen, ergänzte Innenminister Maier. „So schlimm der Einsatz jetzt ist, er wird uns besser machen“, sagte Maier. Landrat Marko Wolfram dankte ebenfalls allen Beteiligten, die am nunmehr vierten Tag in Folge im Einsatz seien. „Das ist eine großartige Leistung, der wir alle großen Respekt zollen“, so der Landrat.

Im Einsatzgebiet sind derzeit rund 20 Kilometer Schlauchleitungen verlegt, um die Wasserversorgung dauerhaft zu sichern. Die Löschteiche in Gösselsdorf und Großneundorf dienen als zentrale Vorratsstellen, die fortlaufend befüllt werden. Dabei helfen unter anderem landwirtschaftliche Betriebe mit Traktoren und Wasseranhängern. Kleine Glutnestern werden durch die Kameradinnen und Kameraden in vorderster Reihe zum Teil mit Löschrucksäcken und Handspritzen gelöscht. Die Hubschrauber unterstützen vor allem in den schwer erreichbaren Steillagen.

Hinweis:

Uns erreicht eine große Welle der Hilfsbereitschaft, wofür wir sehr dankbar sind. Derzeit sind die personellen Kapazitäten der Lage angemessen. Sollten weitere freiwillige Helfer außerhalb der organisierten Strukturen benötigt werden, wird der Landkreis einen amtlichen Aufruf starten. Bis dahin werden keine weiteren Freiwilligen am Einsatzort benötigt.

Peter Lahann
Presse- und Kulturamt