Der Waldbrand bei Gösselsdorf in Zahlen
Mehr als 60.000 Einsatzstunden der Helfer – bis zu 3.000 Essen täglich
Saalfeld. Der Waldbrand bei Gösselsdorf war nicht nur der größte in Thüringen seit 30 Jahren und hielt die Einsatzkräfte bis jetzt sieben Tage in Atem. Eine erste Auswertung von Zahlen dokumentiert das gewaltige Ausmaß des Feuers, das der Leitungsstab bereits am Dienstagnachmittag vergangener Woche als Katastrophenfall einstufte.
Der Katastrophenfall wurde am Mittwoch, 2. Juli um 17.30 Uhr festgestellt und wurde am Dienstag, 8. Juli um 10 Uhr nach 136 Stunden und 30 Minuten aufgehoben. Der Brandrauch wurde noch in mehr als 50 Kilometer Luftlinie Entfernung im bayrischen Hof, Bamberg und Bayreuth wahrgenommen. Im Stab koordinierten durchschnittlich 21 Personen aus Haupt- und Ehrenamt 24 Stunden täglich im 12-Stunden-Rhythmus die Brandbekämpfung und organisierten die Logistik. 5.220 Stunden Stabsdienst wurden so geleistet, unter anderem durch die Bearbeitung von über 1.000 E-Mails und Absetzung von 1.500 Meldungen.
Die Einsatzstunden der vielen Kameradinnen und Kameraden aus unterschiedlichen Organisationen aus Thüringen und Bayern summieren sich auf mehr als 60.000. Um sie zu versorgen wurden täglich bis zu 3.000 Mahlzeiten zubereitet und ausgeliefert. Insgesamt wurden rund 50.000 Liter Kraftstoff und andere Betriebsmittel für den Betrieb von Fahrzeugen und Pumpen verbraucht. Zur Wasserversorgung setzten die Feuerwehrleute 1.500 Schläuche mit einer Gesamtlänge von rund 25 Kilometern Schlauchmaterial ein. Der größte Höhenunterschied bei der Wasserförderung betrug 275 Höhenmeter.
Als unverzichtbar erwies sich die Luftaufklärung durch Drohnen von Bergwacht, Feuerwehren und und Hilfsorganisationen. Sie lieferten 3.000 Bilder mit einem Datenvolumen von 18 Gigabyte. Bei der Pressestelle des Landratsamtes gingen 216 Telefonanfragen von Medien ein.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt