Ausbau von Glasfasernetz bis Ende 2026 abgeschlossen
Zwischen 45 und 75 Prozent der Fördermittel sind bereits abgerufen
Saalfeld. Mit Stand Juli 2025 befindet sich der Landkreis im vierten Jahr des Glasfaserausbaus in den zwei Plangebieten. Im Plangebiet 1 (Zentrum Landkreis) wurden bisher rund 45 Prozent der Fördersumme durch Rechnungen abgerufen. Für das Plangebiet 2 (nord-westlicher Landkreis) sind es bereits 75 Prozent. Die Wirtschaftsförderagentur betreut den Breitbandausbau für den Landkreis.
In Katzhütte, Kaulsdorf, Teilen von Unterwellenborn, Hohenwarte, Oberweißbach, Teilen der Saalfelder Höhe, Döschnitz, Deesbach, Rohrbach, Sitzendorf, Allendorf, Bechstedt und Bad Blankenburg liefen größtenteils die Abstimmungen mit den Kommunen. Der konkrete Beginn der Baumaßnahmen steht aber in einigen Fällen noch aus.
Alle nicht benannten Orte sind unserer Kenntnis nach gegenwärtig größtenteils mit Glasfaser erschlossen bzw. momentan im Ausbau. Nach den Bedingungen des geförderten Glasfaserausbaus im „Weiße-Flecken-Programm“, sind planmäßig nach Abschluss der Investitionen im nächsten Jahr die betreffenden Ortsteile erschlossen.
Mit Stand Dezember 2024 waren laut Gigabit-Grundbuch des Bundes 14 Prozent des Landkreises mit einer Breitbandleistung von 1000 Mbit/s und größer versorgt. Aufgrund des aktuellen Ausbaus im geförderten wie auch eigenwirtschaftlichen Bereich wird sich dieser Prozentsatz zwischenzeitlich erheblich erhöht haben. Der geförderter Glasfaserausbau im Landkreis soll bis Ende 2026 vollständig abgeschlossen sein.
Kommunen die im „Weiße-Flecken-Programm“ oder auch im eigenwirtschaftlichen Ausbau aus heutiger Sicht nicht mit einer Glasfaserinfrastruktur versorgt werden, sind im „Graue-Flecken-Programm“ über die Thüringer Glasfaser GmbH auf Landesebene zur Erschließung in der Planung.
Die Deutsche Telekom GmbH hatte die europaweite Ausschreibung für den Netzausbau im Landkreis gewonnen. Im Januar 2021 wurde der Vertrag zum Breitbandausbau mit einem geförderten Volumen von knapp 39 Millionen Euro unterzeichnet. Damit können rund 6.800 Haushalte künftig mit höherem Tempo im Internet surfen. Die Telekom wird knapp 2.500 Kilometer Glasfaserkabel bis ins Haus verlegen, mehr als 220 Kilometer Tiefbauarbeiten durchführen und ca. 260 neue Netzverteiler aufstellen. Die Gesamtinvestitionen im Landkreis belaufen sich auf ca. 45 Millionen Euro.
Im Fördergebiet Nord mit Bad Blankenburg, Königsee, Uhlstädt-Kirchhasel und dem jetzigen Ortsteil der Stadt Rudolstadt, Remda-Teichel, werden 40 Kilometer Tiefbau realisiert. Dabei werden 600 Kilometer Glasfaser und 67 Kilometer Leerrohre neu geschaffen.
Nach Ende der Maßnahme werden 1.550 Haushalte, 149 Unternehmen und 8 Schulen über Glasfaserleitungen mit Gigabit-Anschlüssen versorgt. Hier beträgt der Landeszuschuss 2,7 Millionen Euro, 6,3 Millionen Euro zahlt der Bund.
Im zweiten Projektgebiet wird die Breitbandinfrastruktur in Saalfeld, Unterwellenborn, Alten-beuthen, Drognitz, Hohenwarte, Kaulsdorf, Leutenberg, Allendorf, Bechstedt, Königsee, Schwarz-burg, Döschnitz, Rohrbach, Sitzendorf, Cursdorf, Deesbach, Stadt Schwarzatal, Unterweißbach und Katzhütte ausgebaut. Es werden 179 km Tiefbau realisiert, 1.938 Kilometer Glasfaser und 260 Kilometer Leerrohre verlegt. Nach Ende der Maßnahmen werden 5.225 Haushalte und 548 Unternehmen sowie die Klassen von 22 Schulen über einen Breitbandanschluss mit Gigabit-Anschlüssen. Rund 11,6 Millionen Euro zahlt der Freistaat zur Deckung der Wirtschaftlichkeitslücke, 18,2 Millionen Euro kommen vom Bund.
Peter Lahann
Presse- und Kulturamt