1. Gesundheitstag in der Dr. Ebel-Fachklinik Bergfried
Die Klinik will sich als „Impulsgeber für Prävention in Thüringen“ etablieren
Saalfeld. Am Dienstagnachmittag, 16. Dezember, hatte die Dr. Ebel-Fachklinik Bergfried zum ersten Gesundheitstag am Bergfried eingeladen. „Das ist unser Auftakt zur Entwicklung des Gesundheitsparks am Bergfried. Damit entwickeln wir unser integriertes Gesundheitskonzept im Bereich Psychosomatik weiter“, sagt Klinikleiterin Anja Schönheit. Als Gäste waren Landrat Marko Wolfram, Bürgermeister Dr. Steffen Kania und MdL Maik Kowalleck erschienen, um sich jeweils aus ihrer Perspektive dem Thema zu nähern. Besonders erfreut waren Hans Christian Ebel als geschäftsführender Gesellschafter und die Klinikleitung über den zentralen Impulsvortrag von Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk. Beide dankten den Mitarbeitern und Netzwerkpartnern der Klinik, die den heutigen Tag erst möglich gemacht hatten.
„Wir werden als Menschen immer älter – und damit auch länger in der Gemeinschaft aktiv. Und das ist doch unser Ziel“, betonte Gesundheitsministerin Schenk. Man müsse Arbeit und Gesundheit zusammen denken, erläuterte sie und setzte beim Thema des Gesundheitstages an: „Prävention ist unsere zentrale Stellschraube.“ Dort könne man ansetzen, damit Menschen länger agil bleiben können. Deshalb habe das Land Thüringen auch das Thema „Prävention“ mit einem Leitantrag in die Gesundheitskonferenz der Bundesländer eingebracht.
Die Ministerin erinnerte auch an die wichtigen Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Dort könne man einiges tun, wie zum Beispiel das Impfen fördern. Als besonders markantes Beispiel für den Erfolg von Prävention nannte Ministerin Schenk das „Zahnputzkrokodil“. Der Aufklärungserfolg in den Kindergärten und Schulen beim Zähneputzen habe dazu geführt, das heute 90 Prozent der Kinder keine Karies mehr haben.
Landrat Marko Wolfram spannte in seinen Worten den Bogen zur Gesundheitsregion. „Die Thüringen Kliniken sind das Rückgrat unseres Gesundheitsnetzwerkes in der Region. Ich bin der Ministerin dankbar, dass sie beim Neubau des Bettenhauses an unserer Seite steht.“ Das sei eine gewaltige Investition, um das Krankenhaus langfristig wirtschaftlich betreiben zu können. Darüber hinaus seien die weiteren spezialisierten Fachkliniken, nämlich hier in Saalfeld die Bergfried Klinik, die Hautklinik in Leutenberg und die Rheuma-Klinik an der Weissenburg von großer Bedeutung, ebenso wie die medizinischen Versorgungszentren und natürlich die niedergelassenen Ärzte. „Wir haben hier ein sehr gutes Netzwerk, auf das wir stolz sein können. Mit der Gesundheitsstruktur in unserem ländlichen Raum sind wir gut aufgestellt.“
Zuvor hatte Anja Schönheit in ihrer Moderation den ganzheitlichen Ansatz - vom Beginn bis zum Abschluss der Behandlung an der Bergfried-Klinik erläutert, der von der Prävention über ambulante und akutstationäre Behandlung bis hin zur Rehabilitation alles umfasst, mit dem Ziel einer lückenlosen Versorgung. Zum Selbstverständnis der Klinik gehört Nachhaltigkeit und die Entwicklung zum „Green Hospital“ – in dem etwa Naturerlebnisse, wie Waldbaden und Naturpädagogik möglich sind. Dafür wichtig seien die Kooperationspartner aus dem Umland, der Landkreis, der Stadt bis hin zu Einrichtungen und Hochschulen. Besonders stellte sie die enge Zusammenarbeit mit dem Heilstollenbetrieb der Feengrotten heraus, die sowohl den Präventanten wie auch Rehabilitanden zugutekommen sollen. Damit griff sie die eigenen guten Erfahrungen des Klinikteams mit dem Heilstollen auf. „Am liebsten wollen wir auch unserer Präventanten so oft wie möglich in den Heilstollen schicken“, so Schönheit, die von den positiven Wirkungen der Radon-Heilstollen-Therapie spricht, die ebenso bei Schlafstörungen helfen kann sowie bei onkologischen Erkrankungen.
Die Möglichkeiten und die Bedeutung des Kurbetriebs griffen sowohl MdL Maik Kowalleck wie auch Bürgermeister Dr. Steffen Kania auf, die der Familie Ebel für den Weitblick dankten, diese Reha-Klinik auf dem Bergfried zu betreiben. In Saalfeld als Ort mit Heilstollen-Kurbetrieb sei in den vergangenen Jahren viel bewegt worden, erläuterte der Bürgermeister. Ausdrücklicher Dank dafür ging an zwei Frauen: an Yvonne Wagner, die Geschäftsführerin der SFTG, und an die 1. Beigeordnete der Stadt Saalfeld, Bettina Fiedler, die die Zusammenarbeit auf städtischer Seite koordiniert hatte. „Der Heilstollen-Kurbetrieb ist in den vergangenen Jahren auf ein neues Level gehoben worden“, so Dr. Kania in einem Fazit.
Landtagsabgeordneter Maik Kowalleck ergänzte mit weiteren Zahlen: „Der Freistaat Thüringen unterstützt in den kommenden beiden Jahren erneut die Thüringer Kur- und Erholungsorte mit insgesamt 32 Millionen Euro. Die Förderung unserer Kurorte ist damit eine Investition in die Gesundheit der Menschen und zugleich in die Zukunft unseres Landkreises. Saalfeld zeigt eindrucksvoll, wie es gelingen kann, wenn Tradition, Innovation und Engagement zusammenkommen. Der Heilstollenkurbetrieb ist ein gutes Beispiel dafür, wie vorhandene natürliche Ressourcen verantwortungsvoll genutzt und mit modernen gesundheitlichen Konzepten verbunden werden können. Seit nunmehr 30 Jahren leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bergfried-Klinik hierzu einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag.“
Zu den vielen neuen Einrichtungen, die das Gelände zwischen Bergfried und Feengrotten inzwischen miteinander verbinden, gehören die Outdoor Fitness Strecke, die Erlebniswiese mit Yoga-Point, der Kräuterwanderweg und die beiden neuen Spielplätze. Sie alle sind Teil des Erlebnisprogramms für Touristen und die Bürger der Stadt.
Einen kurzen Einblick in das Klinikleben gab schließlich die Leitende Oberärztin im Reha-Bereich, Cristina-Nicoleta Cismaru. „Unser Ziel ist es, täglich den Menschen zu helfen, in ein gesundes Leben zurückzufinden.“
Für weihnachtliche Stimmung zum Gesundheitstag sorgte die Geigerin Anne Rimpler aus Pößneck. Insgesamt bot die Veranstaltung einige Stunden lang für Mitarbeitende und Patienten der Klinik ebenso wie für die weiteren Gäste Raum, um die Angebote der Klinik kennen zu lernen und mit den Netzwerkpartnern ins Gespräch zu kommen. Dabei stellten sich die Feengrotten vor, treffen konnte man auch Sandy, die Gefühlsfee, die bewusstes Wandern mit allen Sinnen anbietet. Ingo Gräfe aus Pößneck hatte ein großes Portfolio seiner kreativen Kunst aus Holz und Metall aufgebaut – ebenso wie die Lebensgemeinschaft Wickersdorf mit einem umfassenden Weihnachtsmarkt. Als weitere Partner präsentierten das Sanitätshaus Fischer und die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ihre Angebote. Die Küche der Klinik hatte leckere und gesunde Spezialitäten aufgetischt - wie Haferpralinen. Schließlich luden weitere Erlebnisangebote ein – wie einen Zumba-Kurs und einen 3-D-Vortrag über die Schönheit der Heimat Saalfeld.
Martin Modes
Presse- und Kulturamt